Nikotinfalle

Ab wann ist man Nichtraucher?

Mann drückt Zigarette aus

 

Mit dem Rauchen aufhören ist für die meisten Menschen leider nicht ganz so einfach umzusetzen.

 

Kein Wunder: Das in den Zigaretten vorkommende Nikotin hat nämlich ein ähnlich hohes Abhängigkeitspotenzial wie Kokain.

 

Selbst wenn die vermeintlich letzte Zigarette ausgedrückt wird, muss das nicht automatisch heißen, dass es auch die letzte bleibt.

 

Mag es dem einen tatsächlich gelingen, sich für immer von der heimtückischen Sucht zu befreien, greift der andere nach Tagen, Wochen oder gar Jahren wieder zum allseits bekannten Glimmstängel.

 

In diesem Blogartikel möchten wir klären, ab wann es tatsächlich angebracht ist, sich als Nichtraucher zu bezeichnen.

 

Auch werden wir auf den Begriff als solches näher eingehen.

 

 

Definition eines Nichtrauchers

 

Duden

Der Duden definiert einen Nichtraucher folgendermaßen: Jemand, der nicht raucht.

 

Eine Person, die Zigaretten (seien es herkömmliche, Menthol- oder Kräuterzigaretten), E-Zigaretten, Zigarillos, Zigarren, Shisha oder Pfeife raucht, ist demnach ein Raucher.

 

Auch das Passivrauchen muss konsequenterweise in diese Gruppe eingeordnet werden.

 

So weit, so gut.

 

Grobgeschnittener Tabak als kleiner Haufen

Und Menschen, die Nikotinersatzprodukte (Nikotinpflaster etc.), Kautabak, Schnupftabak oral zu sich nehmen, sind nach der offiziellen Definition vom Duden folglich Nichtraucher.

 

-> Laut dem Duden wird ein Nichtraucher also nicht nach seinem Suchtverhalten bemessen, sondern lediglich an der Art und Weise der Konsumart.

 

Versicherungen

Die Frage, ab wann man als Nichtraucher gilt, ist auch für Versicherungsgesellschaften sehr wichtig, da das Rauchen den Gesundheitszustand des Versicherten maßgeblich beeinflusst.

 

Je nach Rauchverhalten kann die Prämie des Versicherungsschutzes (oftmals der Risikolebensversicherung) somit unterschiedlich hoch ausfallen.

 

Was sagen die Versicherungsunternehmen also?

 

Nun, so ganz pauschalisieren möchten sie das nicht. Die Beurteilung, ab wann jemand ein Nichtraucher ist, wird von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich getroffen.

 

In aller Regel gilt man bei ihnen aber als Nichtraucher, wenn mindestens 12 Monate kein Tabak und Nikotin aktiv zugeführt wurde. Das schließt somit alle verschiedenen Konsumarten mit ein und das Passivrauchen aus.

 

-> Laut den Versicherungsfirmen wird ein Nichtraucher, im Gegensatz zum Duden, also nicht an der Konsumart bemessen, sondern an der aktiven Aufrechterhaltung der eigenen Sucht.

 

 

Ab wann ist man denn nun Nichtraucher?

Du ahnst es sicherlich schon. Was eigentlich wie eine einfache Frage klingt, ist es in Wirklichkeit nicht.

 

Es ist wie die Frage nach dem Sinn des Lebens. Die einen glauben an diesen, die anderen an jenen. Die Frage lässt zu viel Interpretationsfreiraum zu, als dass sie mit einem Satz beantwortet werden kann. Auch medizinisch gelingt dies nicht.

 

Im Folgenden möchte ich dir erzählen, was ich dazu denke und welche weitverbreitete Meinung ich zu diesem Thema nicht vertrete.

 

1. Jeder ist Nichtraucher

Die Tatsache, dass wir durch das Rauchen (und den ganzen Nikotinprodukten) massiven Schaden erleiden, zeigt unser Naturell. Der menschliche Organismus ist für das Einatmen von den hochtoxischen Stoffen der Zigarette einfach nicht gemacht.

 

Wir müssten als Kamine auf die Welt kommen, um diesen Giftcocktail vertragen zu können.

 

Nichtraucher und Raucher sind demnach Begriffe, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Denn "Nichtraucher sein" ist nichts anderes als ein „Normalzustand“.

 

2. Die Phase, in der man Nichtraucher ist, es aber nicht merkt

Wenn du vorhast, der Raucherei ein für alle Mal den Rücken zu kehren, und bereit bist, einen Aufhörversuch zu wagen, so bist du schon ein Nichtraucher.

 

Selbst wenn der Versuch nicht gelingen sollte und du wieder rückfällig wirst, bist du ein Nichtraucher.

 

Nur wenn der feste Entschluss nicht gefasst wird und du aufgibst, bewegst du dich wieder in Richtung „Raucher“ zu.

 

Mann raucht und fragt sich, ab wann man Nichtraucher ist

Du denkst dir nun sicher, dass das leichter gesagt ist, als getan.

 

Ich gebe zu, dass wenn man ohne System und Struktur das Nichtrauchervorhaben in die Tat umsetzen möchte, meist viele Anläufe und Fehlschläge in Kauf nehmen muss, ehe es gelingt (falls es überhaupt gelingt).

 

Durch Online-Programme, Seminare und Co. kannst du dir diese niederschmetternden Rückfallmomente jedoch ersparen.

 

Du setzt dich nämlich aktiv mit deinem Suchtverhalten auseinander, besiegst sowohl die körperliche als auch psychische Sucht und entwickelst Ablenkstrategien, die sowas schlicht und ergreifend nicht mehr zulassen.

 

Dadurch wirst du die Phasen des Aufhörens nicht nur überstehen, sondern weißt auch, dass du Nichtraucher bleiben wirst.

 

Der Fehler, den viele begehen, besteht darin, dass sie denken, nur lang genug der Zigarette widerstehen müssen, ehe sie Nichtraucher sind.

 

Selbst wenn sie Wochen, Monate oder gar Jahre überstehen sollten und die gefürchteten Entzugserscheinungen längst keine Rolle mehr spielen: Sie haben sich psychisch nicht zu 100% von der Sucht verabschiedet und die Gefahr eines Rückfalls bleibt immer bestehen.

 

3. Die Phase, in der man Nichtraucher ist und es merkt

Bis man diese Phase erreicht, kann entweder viel oder aber auch wenig Zeit verstreichen.

 

Das hängt mitunter davon ab, wie erfolgversprechend die eigenen Aufhörversuche waren und ob man sich psychisch von der lästigen Nikotinsucht lösen konnte.

 

Die Phase kennzeichnet sich hauptsächlich dadurch, dass es dich kalt lässt, falls andere neben dir rauchen. Dein Verlangen nach dem Gift ist schlicht und einfach verschwunden.

 

Meinung, die ich nicht teilen kann

Bestimmt hast du diesen Satz schon einmal gehört: „Einmal Raucher, immer Raucher“ oder „Eine Sucht bleibt ein Leben lang“.

 

Mit diesen Sprüchen habe ich so meine Probleme.

 

Ich bin der Meinung, dass jeder noch so starke Raucher in der Lage ist, sich aus seiner Nikotinsucht zu befreien. Ob eine Zigarette am Tag geraucht wird oder 40 spielt dabei keine Rolle.

 

Mit der richtigen Herangehensweise kann wirklich jeder seine psychische Abhängigkeit ablegen und wieder ein selbstbestimmtes Leben führen.

 

Der einzige Grund, weshalb langjährige Nichtraucher wieder Rauchen wollen, liegt darin begründet, dass sie sich psychisch nicht zu 100% verabschiedet haben.

 

Im Gegensatz zu einem ehemaligen Raucher, der dies getan hat, wird er immer in Situationen geraten, in denen er nach der Zigarette beziehungsweise Nikotin giert.

 

Selbst wenn er den giftigen Tabakrauch einer Zigarette nicht mehr einatmet: Die Nikotinsucht bestimmt weiterhin das eigene Denken und Handeln und schmälert die Lebensqualität ungemein.

 

 

Fazit

„Ab wann gilt man als Nichtraucher?“, ist bei genauerer Betrachtung, weitaus schwieriger zu beantworten, als man es anfangs vielleicht denken würde.

 

Mann freut sich über die aufkommende Sonne

Im Grunde ist es egal, was andere über dieses Thema denken. Solltest du überzeugt davon sein, ein Nichtraucher zu sein, so bist du es meiner Ansicht nach auch.

 

Selbstverständlich solltest du auch wie einer handeln und die Zigarette ein für alle Mal aus deinem Leben verbannen.

 

Nicht aus einem Zwang heraus, sondern weil du es aus tiefstem Herzen willst.