Nikotinfalle

Raucherzähne - Wie du sie effektiv aufhellen kannst

Gelbe Zähne sind während des Rauchens zu sehen

 

Es kann viele Gründe geben, weshalb sich die Zähne gelb färben. Einer davon ist das Rauchen.

 

Gerade langjährige und intensive Raucher neigen dazu, Raucherzähne zu entwickeln.

 

In diesem Artikel erfährst du, welche Auswirkungen das auf deine Gesundheit hat und was du gegen diese unschöne Erscheinung unternehmen kannst.

 

 

Was sind Raucherzähne?

Zigaretten enthalten unzählige Schadstoffe, wovon nicht wenige Einfluss auf unsere Zahnfarbe nehmen und diese ins Gelbliche verfärben können. Allen voran Nikotin, Teer und Ammoniak. Man spricht in diesem Falle von sogenannten Raucherzähnen.

 

Dabei muss noch nicht einmal unbedingt der Tabakrauch eingeatmet werden. Auch der Konsum von Kautabak kann zu Verfärbungen führen.

 

Ob und wie schnell diese unschöne Erscheinung eintritt, hängt ganz von der eigenen Veranlagung und Schweregrad des Nikotinkonsums ab. 

 

 

Gesundheitliche Folgen

Neben dem rein optischen Aspekt, bestraft dich das Rauchen auch mit unzähligen gesundheitlichen Schäden.

 

Die Giftstoffe greifen nämlich Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhaut an. Die Konsequenz: Heilungsprozesse verzögern sich, wodurch vermehrt Zahnfleischentzündungen auftreten.

 

In Bezug auf die Mundgesundheit geht der Raucher folgende 6 Risiken ein:

 

1. Zunehmende Schmerzempfindlichkeit

Dadurch, dass Mund- und Rachenraum besonders anfällig für Entzündungen sind und es sogar zu Blutungen im Zahnfleisch kommen kann, steigert sich auch die Schmerzempfindlichkeit des Rauchers.

 

Das in den Zigaretten enthaltene Nikotin kann sogar zu Zahnfleischschwund führen.

 

2. Verminderung von Geschmacks- und Geruchswahrnehmung

Die giftigen Stoffe des Tabakrauches verletzen die Geschmacksknospen, wodurch die Geschmacksrichtungen „süß, sauer, bitter und salzig“ nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden können.

 

Auch unser überaus empfindliches Riechorgan kann dem giftigen Dunst nicht standhalten. Zwar rauchst du den Rauch über den Mund ein, jedoch gelangen beim Ausatmen ganz automatisch Schadstoffe in die Nase.

 

3. Mundgeruch

Raucher haben häufiger Mundgeruch, da die Qualmerei den Mund austrocknet. Dadurch gibt die Mundschleimhaut nur sehr wenig Speichel ab, wodurch Keime, Bakterien und Essensreste nicht mehr effektiv weggespült werden.

 

Das gibt Bakterien genügend Zeit, Reste der Nahrungsmittel zu zersetzen, was wiederum unangenehme schwefelhaltige Stoffwechselprodukte entstehen lässt.

 

Neben dieser Form des Mundgeruchs gibt es selbstverständlich noch den Aschenbecheratem, der ebenfalls sehr unappetitlich ist.

 

4. Parodontitis

Frau raucht Zigarette und bekommt gelbe Zähne

Dadurch, dass deine Abwehrkräfte nicht mehr so gut funktionieren, hast du ein 15-fach höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken. Das ist eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnbettes beziehungsweise Zahnhalteapparats.

 

Eine zahnmedizinische Behandlung dieser Entzündung ist bei Rauchern im Übrigen nicht so erfolgversprechend wie bei Nichtrauchern.

 

5. Karies

Umso mehr Zigaretten konsumiert werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zähne erkranken. Beim Rauchen lagern sich unzählige Schadstoffe auf der Zunge und dem Mundraum ab, wodurch ein Zahnbelag entsteht.

 

Dieser Zahnbelag, der dem Plaque sehr ähnelt, kann auch durch richtigem und gründlichen Zähneputzen nicht entfernt werden. Dort können sich nun Bakterien ansiedeln, die letztlich Zähne und Zahnschmelz angreifen.

 

6. Tumore und Krebs

Dadurch, dass sich die Giftstoffe des Tabaks durchweg mit dem eigenen Speichel vermischen, verändert sich die Mundschleimhaut, wodurch Vorstufen von Mundhöhlenkrebs begünstigt werden können.

 

Das Risiko, dass sich Tumore in der Mundhöhle entwickeln, ist 5 Mal so hoch wie bei Nichtrauchern.

 

Sollte neben dem regelmäßigen Nikotinkonsum noch regelmäßig Alkohol getrunken werden, wäre diese Zahl sogar noch um ein Vielfaches höher.

 

Des Weiteren ist das Rauchen auch für viele weitere Lungen- und Krebserkrankungen verantwortlich, die nicht selten tödlich enden.

 

Beispiele wären Lungenkrebs, Zungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs und schwerwiegende chronische Lungenerkrankungen (Raucherlunge).

 

 

Wie du gelbe Zähne aufhellen kannst

Zahnverfärbungen sind nicht ganz leicht zu entfernen, da die Schadstoffe meist tief in dem Zahnschmelz sitzen. Im Gegensatz zu den sogenannten Raucherfingern gestaltet sich deshalb eine erfolgreiche Behandlung weitaus schwieriger.

 

Ich möchte dir 7 nützliche Maßnahmen an die Hand geben, mit denen du deinen jetzigen Zustand zumindest verbessern kannst.

 

Frau zerbricht Zigarette, weil sie ihre Zähne aufhellen will

1. Mit dem Rauchen aufhören

Durch einen Rauchstopp verhinderst du weiteres Vergilben der Zähne. Es ist außerdem die einzige Möglichkeit, seine Zahngesundheit vor den irreversiblen Schäden des Tabakrauchs zu schützen. Alle hier vorgestellten Maßnahmen sind weitaus effektiver, wenn die Zigarette ein für allemal aus dem Leben verbannt wird.

 

In unserem Online-Programm zeigen wir dir, wie du dich von den Fesseln der Nikotinsucht lösen kannst, ohne Höllenqualen durchleben zu müssen.

 

2. Gründliches Zähneputzen

Gründliche und dauerhafte Pflege des Mundes stellt das Fundament für helle und saubere Zähne dar.

 

Ausgiebiges Zähneputzen allein macht die Zähne zwar nicht direkt weiß, doch weitere Verfärbungen können auf diese Weise verhindert oder zumindest eingedämmt werden.

 

Benutze bestenfalls eine hochwertige Zahnpasta in Verbindung mit einer Zahnbürste, die weiche Borsten hat. Mit diesen Borsten gelangst du nämlich etwas besser an die Zahnoberfläche sowie Zahnzwischenräume.

 

Putze täglich 2x die Zähne für mindestens 3 Minuten. Bei Belieben kannst du auch auf eine elektrische Ultraschallzahnbürste umsteigen.

 

3. Verwendung von Seide

Im Kampf gegen die Raucherzähne kann Seide sehr nützlich sein, denn im Gegensatz zur Zahnbürste kommt sie an Zahnzwischenräume viel besser heran. Das ist der Bereich, wo sich Zahnstein bilden kann.

 

Da Zahnstein viel weicher ist, werden dort die Schadstoffe aus der Zigarette wesentlich leichter aufgenommen. Das Anwenden von Zahnseide kann dem entgegenwirken und ungebetenes Fremdmaterial entfernen ehe es sich festsetzt.

 

Es wird empfohlen mindestens 1x täglich Zahnseide zu benutzen.

 

4. Zahnarzt kontaktieren

Bei Raucherzähnen kann es ratsam sein, einen Zahnarzt zu kontaktieren. Sei bei der Wahl sorgfältig.

 

Im besten Falle entscheidest du dich für Jemanden, den Freunde und Verwandte empfehlen, gute Bewertungen (im Internet) hat und in der Lage ist, dir aufmerksam zuzuhören sowie alle dir zur Verfügung stehenden Optionen gründlich erklären kann.

 

Auch wenn es vielleicht ein wenig unangenehm ist, mit verfärbten Raucherzähnen zum Arzt zu gehen, solltest du mindestens einmal im Jahr (bestenfalls 4 Mal) eine Routineuntersuchung durchführen lassen.

 

Je nach Schweregrad der Verfärbung und individueller Zahnsituation, kann der Arzt notwendige Behandlungsschritte in die Wege leiten, die den gewünschten Erfolg versprechen können.

 

Das kann zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung in Kombination mit einer Zahnaufhellung (Bleaching-Behandlung) sein oder die etwas kostspieligere Methode der Zahnverblendungen.

 

Raucherzähne eines rauchenden Mannes sind zu sehen

Beim Thema Zahngesundheit solltest du übrigens nicht nur an die Verfärbungen denken, sondern auch an deine Gesundheit.

 

Wie bereits erwähnt, hat man als Raucher nämlich eine erhöhte Anfälligkeit für die verschiedensten Mundkrankheiten.

 

Es könnten sich beispielsweise Parodontitis, Karies, Zahnfleischprobleme und im schlimmsten Falle sogar Mundhöhlenkrebs entwickeln.

 

Damit Mundhöhlenkrebs rechtzeitig erkannt werden kann, empfehle ich dir mindestens einmal im Jahr an einer Kontrolluntersuchung zur Krebsvorsorge teilzunehmen.

 

Vorstufen des Mundkrebs sind meist schon im frühen Stadium zu erkennen und recht gut therapierbar.

 

a) Zahnaufhellung

Eine weitere Methode, seine Zähne wieder strahlend weiß zu bekommen, ist das schonende Bleaching-Verfahren. Hierbei werden die Zähne mit einer Peroxidlösung bestrichen und anschließend sehr starkem Licht ausgesetzt.

 

Sofern nach dieser Behandlung weitergeraucht werden sollte, kann man höchstens von einem mittelfristigen Erfolg sprechen, da sie schnell wieder die ursprüngliche Vergilbung annehmen würden.

 

Beim Bleaching unterscheidet man zwischen 2 Arten: Dem Home-Bleaching und dem Office-Bleaching. Beide Arten werden als Privatleistung angesehen, weswegen die Kosten von etwa 35-100 Euro nicht von den Krankenkassen übernommen werden. 

 

Falls du dich für das Bleaching interessierst, solltest du vorab unbedingt eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, damit das Bleichmittel hinterher besser in die Zahnsubstanz eindringen kann.

 

Zu den möglichen Nebenwirkungen des Bleachings gehören eine erhöhte Schmerzwahrnehmung der Zähne.

 

Home-Bleaching

Bei dieser Variante werden die Zähne, wie es der Name schon vermuten lässt, zu Hause oder im Büro in Abstimmung mit dem Zahnarzt gebleicht.

 

Im Vorfeld bekommst du eine individuell hergestellte Plastikschiene, welche ein Zahnaufhellungsgel beinhaltet. Ebenso erhältst du vom Arzt Informationen, wie und wann du diese zu tragen hast.

 

Zwar findet die Anwendung zu Hause statt, doch eine routinierte Überprüfung der Zähne ist während dieser Behandlung Pflicht. Bei jedem Besuch entscheidet der Arzt, ob das Home-Bleaching beendet oder fortgeführt werden soll.

 

Rauchen sollte man währenddessen auf keinen Fall, da angenommen wird, dass die Kombination zwischen Tabak und dem Wasserstoffperoxid stark krebserregend ist.

 

Die Kosten belaufen sich auf etwa 200-300 Euro für die Schiene zuzüglich des Zahnaufhellungsgels.

 

Office-Bleaching

Bei dieser Bleaching-Form wird der Patient in der Zahnarztpraxis behandelt. Das Ergebnis ist schon direkt nach Abschluss der 1-2 stündigen Behandlung sichtbar. Beim Office-Bleaching kannst du mit Kosten von 30 bis 70 Euro pro Zahn rechnen.

 

 

b) Zahnverblendungen (Veneers)

Veneers sind kleine papierdünne Plättchen beziehungsweise Schälchen aus Keramik oder Plastik, welche auf die sichtbare Zahnoberfläche geklebt werden.

 

Dadurch werden Zahnverfärbungen und Unregelmäßigkeiten zuverlässig abgedeckt und man erhält ein Zahnbild in gewünschter Farbe.

 

Zahnverblendungen zählen zu den effektivsten Methoden, um wieder ein strahlend weißes Lächeln zu bekommen. Es gibt unzählige Promis, die mit Veneers ihre Zähne überholt haben.

 

Mann raucht Zigarette und schmälert die Chance, gelbe Zähne wieder weiß zu bekommen

Ein gewaltiger Nachteil ist jedoch der Preis. Stolze 300-1500€ kostet eine Behandlung. Pro Zahn wohlgemerkt! Und um noch einen draufzusetzen: Die Kosten für die Vorbehandlung kostet auch nochmal Extra. Zwar gibt es auch die Möglichkeit keine Vorbehandlung in Anspruch zu nehmen, jedoch sollte das vorher mit dem Arzt abgeklärt werden.

 

In der Regel muss dieser Betrag aus eigener Tasche gezahlt werden, denn die Krankenkasse betrachtet den Eingriff als “kosmetische Prozedur“ und nicht als gesundheitliche Notwendigkeit.

 

Falls du trotz alledem Interesse an Zahnverblendungen hast, solltest du unbedingt die Kosten von den verschiedensten Zahnärzten einholen und diese miteinander vergleichen.

 

Da die Preisvorstellung von Zahnarztpraxis zu Zahnarztpraxis starken Schwankungen ausgesetzt ist, kann man mit der Wahl des richtigen Arztes wortwörtlich tausende Euros sparen. Manche Zahnärzte bieten auch die Möglichkeit einer Ratenzahlung an.

 

5. Whitening Zahncremes

Zahnpasta für weiße Zähne, oder auch “Whitening-Zahncremes“ genannt, sind höchstens in der Lage, oberflächliche Verfärbungen zu entfernen.

 

Während sie bei Kaffee und Teeflecken durchaus nützlich sein können, helfen sie bei Rauchern nur bedingt. Zahnverfärbungen von Rauchern sitzen meist zu tief, um sie wirklich wieder weiß zu bekommen.

 

Whitening-Zahncremes können als kleine Unterstützung dienen und prima in den Alltag integriert werden. Bei übermäßiger Nutzung können sie jedoch zu Schäden führen.

 

Ihre schmirgelpapierähnlichen Inhaltsstoffe greifen nämlich den Zahnschmelz an, wodurch sich die Empfindlichkeit der Zähne erhöht.

 

Ich empfehle dir, diese Zahncremes, wenn überhaupt, nur selten zu benutzen.

 

6. Zitronensaft

Zitronensaft ist in der Lage oberflächliche Verfärbungen auf natürliche Weise wieder aufzuhellen.

 

Da Raucher aber hauptsächlich festsitzende Farbablagerungen aufweisen, solltest du diese Maßnahme als Unterstützung ansehen und nicht allzu große Wunder erwarten.

 

Auch möchte ich anmerken, dass durch eine wiederholte Behandlung mit Zitronensäure der Zahnschmelz regelrecht abgeschliffen wird. Die Anwendung geschieht also auf eigene Gefahr.

 

Solltest du es ausprobieren wollen, dann gehe am besten folgendermaßen vor:

 

1. Mische den Zitronensaft mit Wasser

 

2. Spüle deinen Mund damit aus und halte die Flüssigkeit einige Sekunden darin

 

3. Spucke das Ganze aus und spüle gründlich mit etwas Wasser nach

 

 

Anmerkung:

Du kannst die Flüssigkeit auch im Mund behalten und die Zähne mit einer Zahnbürste putzen, während deine Lippen geschlossen sind.

 

7. Geduld aufbringen

Bedenke, dass Verfärbungen, die Rauchen zur Ursache haben, wesentlich schwieriger zu behandeln sind, als welche, die durch Lebensmittel entstanden sind.

 

Gerade weil sie so hartnäckig im Zahn sitzen, solltest du mit mindestens 2-3 Monaten rechnen, ehe die ersten Resultate sichtbar werden. Eine Ausnahme stellt die Office-Bleaching-Methode dar, die sofortige Ergebnisse erzielt.

 

 

Fazit

Wie du sehen kannst, gestaltet sich eine Zahnaufhellung weitaus schwieriger, als man gemeinhin denken möchte.

 

Die Verfärbungen sitzen meist zu tief im Zahn, als dass man sie mit natürlichen Mitteln wie beispielsweise Zähneputzen oder Zitronensaft entfernen könnte.

 

Und dabei gilt: Je länger und intensiver geraucht wurde, desto schwieriger ist eine Zahnaufhellung.

 

Zigarette wird ausgedrückt

Ein Bleaching könnte eine maßgebliche Verbesserung herbeiführen, sofern mit dem Rauchen auch tatsächlich aufgehört wird.

 

Ebenso ist die Methode mit den Zahnverblendungen sehr zu empfehlen, wenn man nach einer schnellen und zuverlässigen Lösung sucht.

 

Der große Nachteil ist jedoch der sehr hohe Preis und die Tatsache, dass die Krankenkasse anfallende Kosten nicht übernimmt.

 

Was du auf keinen Fall tun solltest, ist es, das Fortschreiten der Zahnverfärbung in Kauf zu nehmen.

 

Mit regelmäßiger Mundhygiene und dem endgültigen Rauchstopp wirst du nicht nur deinen Zähnen einen Gefallen tun, sondern auch deiner Gesundheit im Allgemeinen sowie deinem Wohlempfinden.

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