Nikotinfalle

Rauchen aufhören I Folgen - Was passiert im Körper?

Wecker neben Zigaretten

 

Vielleicht spielst du ja momentan mit dem Gedanken, der Raucherei für immer den Rücken zu kehren.

 

Mit dieser Entscheidung wirst du nicht nur deinen Geldbeutel schonen, sondern auch deiner Gesundheit einen großen Gefallen tun.

 

Ein Rauchstopp lohnt sich somit jederzeit!

 

Dabei lassen die positiven Effekte noch nicht einmal lange auf sich warten. Körperliche Veränderungen stellen sich nämlich schon nach kürzester Zeit ein.

 

Doch neben diesen Veränderungen soll es in diesem Blogartikel auch um die negativen Folgen des Rauchstopps gehen. Gemeint sind die Entzugserscheinungen und die Angst einer potenziellen Gewichtszunahme.

 

 

Was passiert im Körper, wenn man nicht mehr raucht?

Unser menschlicher Organismus ist ein Wunderwerk der Natur. Tagtäglich bekämpft er mit Erfolg eingedrungene Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Viren und entfernt sie aus dem Körper.

 

Zigarette wurde ausgedrückt

Beim regelmäßigen und häufigen Konsum von Tabakprodukten stößt unsere Immunabwehr jedoch über kurz oder lang auf ihre Grenzen.

 

Erst wenn wir die Zigarette aus unserem Leben verbannen, geben wir unserem Körper die Möglichkeit, sich vom ganzen Laster zu regenerieren.

 

Wie schnell und effizient die Regeneration tatsächlich vonstattengeht, ist individuell verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab, die da wären: Das eigene Alter, der Gesundheitszustand im Allgemeinen, der Lebensstil und die Anzahl der gerauchten Zigaretten.

 

Aus diesem Grund solltest du die nachfolgenden Angaben zur körpereigenen Regeneration vielmehr als eine Art Richtlinie betrachten und nicht als der Weisheit letzter Schluss.

 

Nach 20 Minuten

Es dauert nicht lange bis die ersten Reparaturmechanismen unseres Körpers einsetzen.

 

Nach nur 20 Minuten pendeln sich Blutdruck und Herzfrequenz wieder auf normale Werte ein, wodurch sich die Durchblutung von Händen, der Haut und den Füßen verbessert.

 

Nach 8 Stunden

Der Kohlenstoffmonoxid-Gehalt im Blut sinkt wieder auf ein normales Niveau, wodurch sich der Sauerstofftransport im Körper maßgeblich verbessert.

 

Das kommt vor allem deinen Organen zugute, wodurch sich deine körperliche Leistungsfähigkeit deutlich verbessern wird.

 

Nach 24 Stunden

Nach nur einem einzigen Tag als Nichtraucher verringert sich das Risiko auf einen Herzinfarkt erheblich.

 

Nach 48 Stunden

48 Stunden nach dem Rauchstopp regenerieren sich allmählich der Geruchs- sowie Geschmackssinn. Gerüche und Düfte werden von nun an viel besser und intensiver wahrgenommen.

 

Der ehemalige Raucher wird begeistert darüber sein, dass das Essen um ein Vielfaches besser schmeckt.

 

Nach 2 Wochen

Der Blutkreislauf stabilisiert sich so langsam und die Lungenfunktion verbessert sich.

 

Nach 1-3 Monaten

Die rauchfreie Zeit macht sich bezahlt. In nur 3 Monaten konnte sich die Lunge maßgeblich erholen. Dies macht sich mit mehr Puste und Fitness bemerkbar.

 

Nach 9 Monaten

Ab diesem Zeitpunkt an werden Hustenanfälle, Kurzatmigkeit und Verstopfung der Nasennebenhöhlen abnehmen.

 

Bestimmte Funktionen, wie der Abtransport des Schleimes aus der Lunge, werden von deinem Körper wieder aufgenommen. Dadurch wird die Lunge effizient gereinigt und eine Gefahr auf Entzündungen verringert.

 

Des Weiteren nimmt deine Infektionsgefahr deutlich ab.

 

Zigarette neben Plastikherz als Symbol der körperlichen Veränderungen am Herzen

Nach 1 Jahr

Als Raucher hat man das erhöhte Risiko einer sogenannten Koronaren Herzkrankheit (KHK). Durch eine Mangeldurchblutung des Herzens sind Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod die mögliche Folge. Nach dem ersten rauchfreien Jahr sinkt das Risiko um die Hälfte.

 

Nach 5 Jahren

Verengte Herzkranzgefäße, die eine mangelnde Durchblutung fördern, bilden sich nach 5 rauchfreien Jahren wieder zurück. Das Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen, ist nun beinahe genauso hoch wie bei einem Nichtraucher.

 

In Bezug auf diverse Krebserkrankungen gibt es ebenfalls sehr gute Nachrichten: Die Wahrscheinlichkeit an Mundhöhlen-, Speiseröhre-, Nieren-, Rachen- und Harnblasenkrebs zu erkranken, sinkt um die Hälfte.

 

Bei Frauen reduziert sich das Risiko von Gebärmutterkrebs auf das Niveau lebenslanger Nichtraucherinnen.

 

Ebenso verringert sich das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um die Hälfte.

 

Nach 10 Jahren

Die Gefahr, dass du an einem tödlichen Lungenkrebs stirbst, hat sich im Vergleich zu Rauchern um 50% reduziert. Ebenso verhält es sich mit diversen Krebserkrankungen wie Kehlkopf- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Risiko geht sehr stark zurück.

 

Nach 15 Jahren

Wer es schafft, 15 Jahre lang keine Zigarette anzurühren, ist körperlich genauso aufgestellt wie vor der ersten Zigarette.

 

Man ist nun nicht mehr oder weniger gefährdet, an einem Schlaganfall, diversen Krebserkrankungen oder Herzinfarkt zu erkranken als eine Person, die noch nie zuvor geraucht hat.

 

 

Viele weitere Vorteile

Der Rauchstopp hat neben der körpereigenen Regeneration noch unzählige weitere Vorteile. Deine Psyche, Lebensqualität und Aussehen werden davon nämlich auch profitieren können.

 

Du wirst beispielsweise weniger gestresst sein, dich besser konzentrieren können, mehr Genuss beim Essen haben, wieder Sport treiben können.

 

Auch werden deine Haare, Klamotten und Atem nicht mehr wie ein Aschenbecher riechen und deine Haut wieder eine gesunde, strahlende Farbe annehmen.

 

Falls dich das Thema interessiert, kannst du dir gerne mal den Blogbeitrag „Rauchen aufhören I Vorteile“ durchlesen. Oder wie ich ihn besser nennen sollte: Die Wunder des Rauchstopps.

 

 

Negative Folgen des Rauchstopps

Kommen wir zu den eher unangenehmen Folgen des Aufhörens. Wegen ihnen scheuen sich viele Menschen, den Rauchstopp überhaupt erst anzugehen.

 

Frau ist am Zigarette rauchen und fragt sich was im Körper beim aufhören passiert

Doch ich kann dich beruhigen: Die Annahmen, dass man, bedingt durch die Entzugserscheinungen, Höllenqualen durchleben muss oder dass man ohne Zigarette aufgeht wie ein Hefeteig, sind schlicht und ergreifend falsch.

 

Lass uns die beiden Behauptungen doch einmal genauer ansehen:

 

Nikotinentzug

Vielleicht hast du schon den ein oder anderen Aufhörversuch hinter dir und dementsprechend einen Entzug durchgemacht.

 

Die allgegenwärtige Annahme, dass es sich bei den Qualen um einen körperlichen Entzug handelt, ist jedoch falsch. Die körperlichen Symptome sind nämlich, im Gegensatz zum Alkohol oder Heroin, sehr schwach.

 

Du wirst vielleicht mit Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und Verdauungsproblemen zu tun haben. Doch diese Symptome sind wirklich nicht der Rede wert und in aller Regel in wenigen Tagen verflogen.

 

Die tatsächlichen Entzugserscheinungen sind psychischer Natur. Damit der Rauchstopp von Erfolg gekrönt ist, sollte der Hauptfokus somit hauptsächlich auf die psychische Sucht gerichtet werden.

 

Mit dem Verständnis der Suchtdynamik und dem Aufarbeiten von bewährten Strategien wird auch der psychische Aspekt kein Problem darstellen.

 

Für mehr Informationen kannst du dir den Blogartikel “Nikotinentzug - Symptome, Dauer und passende Maßnahmen“ anschauen. Dort werden die körperliche und psychische Sucht noch ausführlicher behandelt.

 

Des Weiteren bekommst du viele wertvolle Tipps an die Hand, um aufkommende Symptome zu lindern.

 

Potenzielle Gewichtszunahme

Der Mythos, dass man nach dem Rauchstopp zwingend zunehmen muss, hält sich noch immer hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen.

 

Ich kann dir jedoch versichern, dass das nicht zwangsweise passieren muss.

 

Es stimmt, dass Nikotin ein Appetitzügler ist.

 

Auch ist es richtig, dass bei gleichbleibender Ernährung ein Raucher 120-200 Kalorien mehr am Tag verbrennt als ein Nichtraucher.

 

Frau wiegt sich und ist froh, weil die negativen Folgen des Rauchstopps bei ihr ausbleiben

Wenn du jedoch weißt, wie du dich als frischgebackener Nichtraucher zu verhalten hast, wirst du keine zusätzlichen Kilos befürchten müssen.

 

Und nein: Dabei musst du keine leidvolle Crash-Diät oder ähnliches angehen. Im Grunde musst du noch nicht einmal deine Essensgewohnheiten auf den Kopf stellen.

 

Für mehr Informationen kannst du dir den Blogartikel "Rauchen aufhören ohne zuzunehmen" durchlesen. Hier erhältst du eine Liste mit vorteilhaften Lebensmitteln und Maßnahmen zur optimalen Gestaltung einer Mahlzeitenroutine.

 

 

Fazit

Der regelmäßige Konsum von nikotinhaltigen Produkten geht mit einer Vielzahl gesundheitlicher Risiken einher. Nur wer ernsthaft beschließt, ein Nichtraucher zu werden, kann diesen vermeidbaren Gefahren entgehen.

 

Das Schöne an der ganzen Sache ist, dass sobald die letzte Zigarette ausgedrückt wurde, der Körper endlich wieder die Möglichkeit hat, sich effektiv und verhältnisweise schnell zu regenerieren.

 

Das hat nicht nur erfreuliche Auswirkungen auf die Organe, sondern wirkt sich auch positiv auf deinen Gemütszustand aus.

 

Es spielt keine Rolle, wie lange du schon geraucht hast oder aus welchen Gründen: Ein Rauchstopp ist zu jeder Zeit das Beste, was du deinem Körper antun kannst.

 

Es ist nie zu spät, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und alte Laster für immer hinter sich zu lassen.

 

Falls du es leid bist, dass die Zigarette dein Denken und Handeln bestimmt und endlich den mutigen Weg des Nichtrauchers gehen willst, kann ich dir unser Online-Programm nur wärmstens empfehlen.

 

Du wirst dich darin aktiv mit der körperlichen und psychischen Sucht auseinandersetzen und Ablenkstrategien für aufkommende Rauchgelüste entwickeln.

 

Dabei wirst du nicht nur keine Höllenqualen durchleben müssen, sondern hast auch die Gewissheit, ein glücklicher Nichtraucher zu bleiben.