Nikotinfalle

Rauchfrei-Spritze – Ist sie die Erfahrung wert?

Rauchfreispritze liegt neben Zigaretten

 

Stell dir vor, du könntest mit nur einem kleinen Stich die lästige Nikotinsucht für alle Zeit hinter dir lassen.

 

Hersteller der Rauchfrei-Spritze versprechen dir einen milden und effizienten Entzug für wenig Geld.

 

Wäre diese Vorstellung nicht schon zu schön, um wahr zu sein?

 

 

Was ist eine Nichtraucherspritze?

Die Rauchfrei-Spritze wurde vor etwa 30 Jahren in Frankreich entwickelt. Später wurde sie in Deutschland von einem Arzt namens Johann Kees übernommen und das Verfahren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Im Laufe der Zeit wurden die Inhaltsstoffe auch mehrmals überarbeitet und weiterentwickelt.

 

Mann drückt Zigarette im Aschenbecher aus

Herr Kees war selbst ehemaliger Raucher, welcher 20 Jahre lang bis zu 40 Zigaretten am Tag rauchte und kann sich deshalb sehr gut in die Lage des hoffnungslosen Süchtigen hineinversetzen. Heutzutage ist er zertifizierter Rauchfrei-Trainer und bietet mehrstündige Kurse in kleineren Gruppen mit maximal 25 Personen an.

 

 

Die Idee dahinter

Das Prinzip der Rauchfrei-Spritze basiert auf der Mesotherapie, welche im Jahre 1952 vom französischen Arzt Michel Pistor ins Leben gerufen wurde. Diese beinhaltet Elemente der Neuraltherapie sowie Eigenschaften der Akupunktur.

 

„Meso“ leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet soviel wie „mittel“. Der Inhalt der Spritze wird nämlich in die mittlere Hautschicht bestimmter Akupunkturpunkte verabreicht. Diese befinden sich an 6 genau definierten Stellen am Kopf und an den Ohren.

 

Mit dem Eindringen der Inhaltsstoffe sollen die vom Nikotin geschädigten Nerven beruhigt und aufkommende Symptome des Nikotinentzugs gemildert werden.

 

Laut Betreiber der Spritze soll die Wirkung bereits nach einer Injektion einsetzen und lange Zeit anhalten. In einigen Fällen erfolgt jedoch auch eine weitere Sitzung mit einer zusätzlichen Injektion.

 

Gewisse Informationen zur Behandlung und bestimmte Verhaltensregeln werden vor der eigentlichen Behandlung besprochen.

 

Während die Rauchfrei-Spritze früher lediglich von Ärzten verabreicht wurde, nehmen heutzutage auch Heilpraktiker immer mehr von ihr Gebrauch.

 

 

Rauchfrei-Spritze I Inhaltsstoffe

Laut Hersteller bestehen die Inhaltsstoffe aus homöopathischen und pflanzlichen Wirkstoffen, Vitaminen und niedrigen Dosen herkömmlicher Arzneistoffe. Aus welchen Stoffen die Spritze exakt besteht, bleibt jedoch geheim.

 

Viele Heilpraktiker sollen angegeben haben, dass auch Nikotin ein Bestandteil der Rezeptur ist. Dies wird auch von vielen Erfahrungsberichten bestätigt.

 

Warum aus den Inhaltsstoffen ein solches Geheimnis gemacht wird, bleibt meiner Meinung nach sehr fragwürdig. Vermutlich wird dies getan, um sich vor Nachahmern zu schützen.

 

Wäre es aber nicht verantwortungsvoller, den Nutzer über die genaue Zusammensetzung aufzuklären?

 

 

Soviel wird eine Rauchfrei-Spritze kosten

Eine Rauchfrei-Spritze wird dich zwischen 60-120€ kosten. Sollte eine weitere Sitzung notwendig sein, würde sich der Betrag sogar verdoppeln.

 

Rauchfrei-Spritze wird neben 100€-Schein abgebildet - ungefähre Kosten

Diese Kosten werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen selbst beglichen werden.

 

Sollte jedoch eine Nichtraucherspritze im Rahmen einer Nikotinersatztherapie oder eines Raucherentwöhnungs-Seminars injiziert werden, kannst du bei deiner Krankenkasse nach einem Zuschuss fragen.

 

Ein Seminar, in dem eine Rauchfrei-Spritze angeboten wird, würde schätzungsweise zwischen 180 und 220€ kosten.

 

 

Was es zu beachten gibt

Falls dich für das Thema „Rauchfrei-Spritze“ interessiert und du vorhast, es einmal auszuprobieren, solltest du unbedingt die folgenden 6 Punkte beachten:

 

1. Bringe eigene Motivation mit

Ohne Motivation bringt alles nichts. Wenn du nicht den Entschluss gefasst hast, der Raucherei endlich den Garaus zu machen, wird sich nach der Spritze nicht sonderlich viel ändern.

 

2. Bespreche dein Vorhaben mit einem Arzt

Vor der Behandlung solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren und mit ihm die Gefahren und Erfolgsaussichten abklären.

 

3. Keine Rauchfrei-Spritze während der Schwangerschaft oder Stillzeit

Während dieser Zeit sollte von der Rauchfrei-Spritze kein Gebrauch genommen werden. Langzeituntersuchungen und Erfahrungen sind so gut wie nicht vorhanden, weswegen nur tunlichst davon abgeraten werden kann.

 

4. Beachte die möglichen Nebenwirkungen

Angeblich ist die Rauchfrei-Spritze ohne Nebenwirkungen und wechselwirkungsfrei. Trotz allem existieren Berichte, die aussagen, dass es bei manchen Personen zu allergischen Reaktionen kommen kann.

 

Manche Personen vermuten, dass dies von den homöopathischen Mitteln ausgeht. Eine gesicherte Tatsache ist das aber nicht.

 

In seltenen Fällen berichten Menschen auch von Kreislaufproblemen.

 

5. Wähle eine vertrauenswürdige Praxis

Sei bei der Wahl der Praxis ruhig etwas pingelig. Hygiene sollte an erster Stelle stehen, um etwaige gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

 

6. Geringes Stresslevel haben

Es wird empfohlen, die Spritze nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn du im Alltag wenig Belastungen ausgesetzt bist und den Kopf frei hast. Stress würde dich nur durcheinanderbringen und die Wirkung der Spritze beeinträchtigen.

 

 

Erfolgsaussichten

Bei einem medizinischen Mittel wie der Spritze sind viele Menschen felsenfest davon überzeugt, dass es helfen muss.

 

Doch trifft das auf die Rauchfrei-Spritze zu? Ist sie ein Versuch wert?

 

Grundsätzlich kann man diese Frage nicht so einfach beantworten, da die Anwendung der Mesotherapie/ Nichtraucherspritze bislang kaum untersucht wurde. Ihre Wirkung ist somit nicht eindeutig belegt.

 

Die wenigen Untersuchungen, die sich mit der Mesotherapie beschäftigt haben, sagen aus, dass kein Langzeiteffekt zu verzeichnen war. Aus diesem Grund wird die Rauchfrei-Spritze von diversen Experten den alternativen Methoden zugeordnet.

 

Frau hat keine gute Erfahrung mit der Nichtraucherspritze gemacht und zündet eine Zigarette an

Menschen, die sich einer Behandlung mit der Spritze unterzogen haben, berichten davon, dass das Raucherverlangen zwar nicht zu 100% verschwindet, jedoch stark eingedämmt wird. Gerade in den ersten Tagen nach dem Injizieren soll man das Gefühl haben, dass die eigene Stimmung stabil bleibt.

 

Auch Gelüste auf Süßigkeiten und Co. sollen angeblich nicht aufkommen. Das ist vor allem für Aufhörwillige interessant, die einen Rauchstopp ohne Gewichtszunahme angehen wollen.

 

Trotz alledem raten Fachleute davon ab, ausschließlich von der Nichtraucherspritze Gebrauch zu nehmen.

 

Der alleinige Nutzen würde vielleicht die körperlichen Symptome beim Nikotinentzug abmildern, jedoch wird dabei die psychische Komponente völlig außer Acht gelassen.

 

Die Experten konnten außerdem feststellen, dass die Rückfallquote von Menschen, die sich dieser Behandlung unterzogen haben, 3 Mal so hoch war wie von Menschen, die an einem ganzheitlichen Raucherentwöhnungsseminar teilgenommen haben.

 

Andere Quellen berichten davon, dass angeblich 70-90% aller Behandelten nicht mehr geraucht haben.

 

Wenn man aber genauer hinschaut, handelt es sich hierbei aber vermehrt um kurzfristige Erfolge, denn ein Großteil von Ihnen ist später wieder rückfällig geworden.

 

 

Fazit

Wie du sehen kannst, ist die Spritze kein Wundermittel gegen die hartnäckige Nikotinsucht.

 

Während die alleinige Behandlung mit ihr sehr selten von Erfolg gekrönt ist, kann sie dennoch als unterstützende Maßnahme dienen, die dabei hilft, die körperlichen Entzugserscheinungen einzudämmen.

 

Auch wenn ihre Wirkung nicht zu 100% belegt werden konnte, schwören viele auf ihre Effektivität. Nicht umsonst bieten auch einige Seminare gegen einen kleinen Aufpreis die Rauchfrei-Spritze an.

 

Falls du ernsthaft daran interessiert bist, der Nikotinsucht ein für alle Mal den Rücken zu kehren, solltest du auf jeden Fall eine Methode aufsuchen, die auch in der Lage ist, deine psychische Sucht zu bekämpfen.

 

Hierbei empfehlen wir dir unser Online-Programm, welches sowohl auf die körperliche als auch psychische Komponente eingeht und keine weiteren Behandlungsmethoden erforderlich macht.

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