Nikotinfalle

Was passiert, wenn man raucht?

Junge Frau fragt sich, was wohl passiert, wenn man raucht

 

In diesem Artikel erfährst du, was unmittelbar nach dem Inhalieren des Zigarettenrauchs passiert, wer besonders anfällig dafür ist und welche Gefahren mit dem Rauchen einhergehen.

 

 

Das geschieht, wenn du dir eine Zigarette anzündest

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, was in deinem Körper passiert, wenn du rauchst? Grundlegend finden 3 Dinge statt:

 

1. Nikotin entfaltet seine Wirkung

Nach dem Inhalieren des Tabakrauchs dauert es keine 10 Sekunden, ehe das Nikotin das Gehirn erreicht und seine Wirkung entfaltet.

 

Dort angekommen, bindet der süchtig machende Stoff an die sogenannten Acetylcholinrezeptoren, was wiederum die Produktion des Glückshormons Dopamin ankurbelt. Du fühlst dich nun wohl und bist beruhigt.

 

Dieser Zustand währt jedoch nicht ewig, denn schon kurze Zeit später schreit dein Körper nach mehr. Das ist der typische Teufelskreislauf eines gewöhnlichen Rauchers.

 

Es wird jedoch noch schlimmer: Mit der Zeit wird eine Toleranz gegenüber dem Nikotin aufgebaut, wodurch mehr geraucht werden muss, um die gleiche, gewohnte Wirkung zu erzielen.

 

2. Kohlenmonoxid entzieht dir Sauerstoff

Bei der Verbrennung der Zigarette entsteht das Gas Kohlenmonoxid, welches man lieber nicht einatmen möchte.

 

Frau hält Zigarette in der Hand

Jeder noch so kleine Zug stellt eine kleine Kohlenmonoxidvergiftung dar, bei der dem Körper große Mengen an Sauerstoff entzogen wird. Ein erhöhter Puls und Blutdruck sowie chronische Atemnot sind hierbei die Folge. Damit die Sauerstoffversorgung aufrecht erhalten bleibt, muss das Herz eines Rauchers wie verrückt arbeiten.

 

3. Chemikalien richten Schaden an

Beim Verbrennungsprozess entstehen rund 4.800 Chemikalien beziehungsweise Zerfallsprodukte, die allesamt in die Lunge gelangen. Schätzungsweise sind davon 250 Substanzen giftig und 90 krebserregend.

 

 

Wer ist besonders gefährdet?

Es ist kein Geheimnis: Der menschliche Organismus ist für das Inhalieren von hochtoxischem Rauch einfach nicht gemacht. Folgende 3 Gruppen sollten vom Tabakrauch einen riesengroßen Abstand nehmen:

 

1. Schwangere Frauen und ihr heranwachsendes Baby

Das Rauchen in der Schwangerschaft schadet nicht nur der werdenden Mutter, sondern auch dem ungeborenen Kind. Bei jedem Zug raucht das Baby nämlich mit.

 

Im allerschlimmsten Fall kann der Konsum von Tabak während der Schwangerschaft zu Fehl-, Früh- oder Totgeburten führen.

 

Des Weiteren ist die Entwicklung der heranwachsenden „Raucherbabys“ oftmals stark eingeschränkt, weswegen Neugeburten von rauchenden Müttern nicht selten ein geringeres Geburtsgewicht und vermindertes Wachstum aufweisen.

 

Seltener tritt sogar der plötzliche Kindstod (SIDS) auf.

 

2. Jugendliche

Je jünger der Mensch, desto anfälliger ist er für die Schäden des Rauchens. Gerade bei Jugendlichen können die Auswirkungen verheerend sein.

 

Während sich bei ihnen der Körper noch entwickelt, schädigt der Zigarettenrauch das Gehirn, die Lunge und den Kreislauf.

 

Ebenso konnte man feststellen, dass einige jugendliche Raucher eine schwächere Knochendichte aufweisen, was laut Wissenschaftlern mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Nikotin zurückzuführen ist.

 

3. Babys, Kinder und Haustiere

Auch wenn sie nicht aktiv rauchen, können sie dennoch große Gefahr laufen, Folgeschäden zu erleiden, sofern der Tabakqualm passiv eingeatmet wird.

 

Babys und Kinder sind besonders gefährdet, da ihre Körper noch nicht vollends ausgereift sind, um sich dem Gift effektiv zur Wehr zu setzen.

 

Auch Haustiere haben ein hohes Risiko, an dem giftigen Dunst zu erkranken, da sie wegen ihrer geringen Körpergröße hohe Mengen an Rauch einatmen können.

 

Wie du dich und deine Liebsten vor Passivrauch am besten schützt, kannst du im Blogartikel "Passivrauchen - So schädlich ist der indirekte Konsum" nachlesen.

 

 

Die Folgen des Rauchens

Die Folgeschäden der Raucherei sind furchtbar und abschreckend zugleich. Sie tragen maßgeblich zur Schmälerung der eigenen Lebensqualität und Verkrüppelung der eigenen Psyche bei.

 

Frau sieht sich eine Zigarette an und fürchtet die Auswirkungen des Rauchens

Natürlich erkrankt nicht jeder Raucher an Krebs. Ebenso wird nicht jeder einen Herzinfarkt erleiden.

 

Fakt ist jedoch: Das Risiko, eine schreckliche Raucherkrankheit zu bekommen, bleibt immer bestehen. Die einzige Möglichkeit, diese Gefahr zu eliminieren, ist der endgültige Rauchstopp.

 

Bedenke, dass jährlich rund 6 Millionen Menschen an den Folgen des Nikotinkonsums sterben. Wieso sollte es nicht auch dich treffen können?

 

Folgende Auswirkungen kann das Rauchen auf dich haben:

 

1. Beschleunigte Hautalterung

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und reagiert sehr empfindlich auf die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe.

 

Wer über längere Zeit raucht, wird den Unterschied feststellen: Die Haut verliert an Spannung und Leuchtkraft. Eine beschleunigte Alterung kann man den Augenlidern, Nasen- und Lippenfalten, sowie Lid- und Tränensäcken sehr gut ansehen.

 

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, begünstigt das Rauchen auch diverse Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis.

 

2. Schwächung des Immunsystems

Statistiken ergaben, dass Raucher etwa 50% häufiger erkranken als Nichtraucher.

 

Durch den Einfluss von Nikotin und den unzähligen anderen Giftstoffen kann die Immunabwehr nicht mehr richtig arbeiten. Die Folge: Man ist empfänglicher für bakterielle, virale und entzündliche Erkrankungen.

 

3. Schädigung der Atemwege

Durch das Rauchen wird der Selbstreinigungsmechanismus der Lunge stark beeinträchtigt, wodurch die ganzen Giftstoffe nicht mehr effektiv abtransportiert werden. Das wiederum zerstört auf Dauer die empfindlichen Lungenbläschen und führt zu Schleimstau.

 

Dadurch entstehen Entzündungsreaktionen in den Atemwegen, die Bronchien werden stark gereizt und der Raucher muss ständig husten. 

 

Regelmäßiges Rauchen erhöht zudem das Risiko auf eine sogenannte Raucherlunge (COPD) und Lungenkrebs.

 

4. Schädigung der Mundgesundheit

Das Ausmaß dieser Schädigung merkt man meist erst dann, wenn man aufhört zu rauchen und sich der Körper regeneriert. Der Giftcocktail in der Zigarette zerstört nämlich die Geschmack- und Geruchsknospen, wodurch das Schmecken und Riechen stark beeinträchtigt wird.

 

Doch das ist nicht alles. Zähne und Zahnfleisch werden ebenso in Mitleidenschaft gezogen.

 

Raucher haben nachweislich ein erhöhtes Risiko an Parodontitis und Mundhöhlenkrebs zu erkranken und erleiden häufiger Karies und Verfärbungen an den Zähnen (auch Raucherzähne genannt).

 

Zigarettenkonsum verändert zudem die Zusammensetzung der Bakterien im Mund, was nicht selten zu Mundgeruch führt.

 

5. Geringere körperliche Leistungsfähigkeit

Mit jeder Zigarette erleidet der Raucher eine kleine Rauchvergiftung. Wie ich bereits erwähnt hatte, entstehen durch den Verbrennungsprozess große Mengen an Kohlenmonoxid, ein giftiges Gas, welches sich auch in Autoabgasen finden lässt.

 

Dieses Gas bindet sich an deine roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind. Dir wird sozusagen die Luft zum Atmen entzogen. Aufgrund dessen nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit stark ab.

 

6. Erhöhtes Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Tabakkonsum trägt erheblich zur Schädigung der Blutgefäße bei und fördert die Gefäßverkalkung. Genaugenommen bilden sich schädliche Giftstoffablagerungen in den Blutgefäßen und Arterien, wodurch der Blutdurchfluss behindert wird.

 

Mann greift sich an die Brust und spürt die Folgen des Rauchens

Im schlimmsten Fall kann das zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer sogenannten "peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVk)" führen.

 

Wenn die Durchblutung im Bein zu sehr unterbunden wird, muss es im schlimmsten Fall sogar amputiert werden.

 

7. Begünstigung von Diabetes

Wissenschaftliche Studien konnten aufzeigen, dass Raucher ein doppelt so hohes Risiko aufweisen, an Diabetes-Typ-2 zu erkranken.

 

Es wird davon ausgegangen, dass das Kohlenmonoxid und Nikotin einen Einfluss auf die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse haben und die Sensibilität der Insulinrezeptoren heruntersetzen.

 

8. Raucherfinger

Ein regelmäßiger Zigarettenkonsum macht sich nicht selten auch an den Fingern bemerkbar. Sie riechen nach Aschenbecher und weisen gelbe Verfärbung auf. Gemeinhin spricht man hier auch von "Raucherfingern".

 

9. Negative Auswirkung auf die Sexualität

Regelmäßiger Tabakkonsum kann zu einer Störung der Erektionsfähigkeit des Mannes führen.

 

Dies ist vor allem auf eine vom Rauchen verursachte Gefäßschädigung und dadurch bedingte Mangeldurchblutung des Penis zurückzuführen. Außerdem wird die Befruchtungsfähigkeit der Spermien geschädigt.

 

Bei Frauen schaut es bei der Sexualität nicht viel besser aus, denn Rauchen beeinflusst den Östrogenhaushalt und kann unfruchtbar machen.

 

Durch die Beeinträchtigung der Durchblutung ist es außerdem so, dass das sexuelle Verlangen im Allgemeinen stark abnehmen kann.

 

10. Diverse Krebserkrankungen

Wie ich schon zuvor erwähnt hatte, beinhaltet Zigarettenrauch in etwa 90 krebserregende Stoffe.

 

Erschreckenderweise sind ein Viertel aller Krebstodesfälle auf die Folgen des Zigarettenkonsums zurückzuführen.

 

Neben dem berühmten Lungenkrebs werden durch das Rauchen noch viele weitere Krebskrankheiten begünstigt, wie beispielsweise Kehlkopfkrebs, Mundhöhlenkrebs, Zungenkrebs, Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs und Leberkrebs.  

 

11. Schädigung der Augen

Durch das Rauchen können die sehr empfindlichen Blutgefäße der Augen geschädigt werden. Das kann zum Einen zu einer Entzündung führen, aber auch wesentlich größere Schäden anrichten.

 

Die Giftstoffe können nämlich die Netzhaut im Auge angreifen und das Augenlicht nach und nach verschlechtern.

 

Wer raucht, erhöht außerdem das Risiko, am "grauen Star" und an "altersbedingter Makuladegeneration" (aMd) zu erkranken. Letzteres führt zu unscharfem Sehen, bis hin zum vollständigen Sehverlust.

 

12. Verkürzung des Lebens

Die unzähligen lebensverkürzenden Risikofaktoren der Qualmerei lässt Männer durchschnittlich 10 und Frauen durchschnittlich 7,5 Jahre früher sterben.

 

Grabkreuz aus Zigaretten - Frühzeitiger Tod ist eines der vielen Gefahren des Rauchens

Zwar stirbt nicht jeder an einer rauchbedingten Krankheit wie beispielsweise Lungenkrebs, jedoch wird, bedingt durch den regelmäßigen Tabakkonsum, der eigene Organismus stark in Mitleidenschaft gezogen.

 

Zigaretten verkürzen nicht nur das Leben, sondern zerren auch an der eigenen Lebensqualität.

 

13. Weniger Geld zur Verfügung

Dass das Rauchen nicht gerade billig ist, ist jedem bekannt. Doch hast du dir einmal vorgerechnet, wie viel du tatsächlich dafür ausgibst?

 

Nehmen wir einmal an, du rauchst im Durchschnitt 20 Zigaretten pro Tag bzw. 1 Schachtel à 6€ (wie es auch ca. 35% aller deutschen Raucher tun).

 

In einem Monat würdest du ganze 180€ ausgeben. Das wiederum wären stolze 2.160€ im Jahr und satte 21.600€ in einem Jahrzehnt.

 

Von diesem Geld könnte man sich glatt ein Auto kaufen oder schöne Urlaube machen.

 

14. Aschenbechergeruch

Egal ob wir von den Ausdünstungen des eigenen Körpers sprechen, der die Giftstoffe ausscheidet oder vom anhaftenden Geruch an den Klamotten und Möbel: Der Geruch von Zigarettenrauch ist absolut widerlich. 

 

 

Fazit

Wie du sehen kannst, sind die Gefahren des Rauchens sehr vielfältig.

 

Schon unmittelbar nach einem Zug an der Zigarette verpasst du deinem Körper eine kleine Vergiftung, bei der deinem Körper große Mengen an Sauerstoff entzogen wird.

 

Zusätzlich nimmt dein Körper tausende Substanzen auf, wovon nicht wenige nachweislich giftig und einige sogar stark krebserregend sind.

 

Während man diese Angriffe auf den Körper zu Beginn der eigenen Raucherkarriere noch "einigermaßen gut" wegstecken kann, so nimmt das Risiko für Folgeschäden mit fortschreitendem Alter immer weiter zu.

 

Keine Zigarette der Welt ist es wert, diese Risiken in Kauf zu nehmen.

 

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Durch das Verständnis des Suchtmechanismus und das Entwickeln von bewährten Ablenkstrategien wirst du es schaffen, der Zigarette ein für alle Mal den Rücken zu kehren.

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